Ernte 2017

Frankreich auf Exporte vorbereitet

In Frankreich legten die Getreideagentur France Agrimer, Arvalis und Terres Inovia in dieser Woche ihren vorläufigen Erntebericht vor. Demnach übertrifft die Weizenernte 2017 dort mit fast 37 Mio. t das Vorjahresergebnis um 33 Prozent und lässt die miserable Vorjahresernte endlich vergessen machen. Sogar der Fünfjahresdurchschnitt fällt höher aus. Die Proteinwerte beim Weichweizen liegen mit 12 Prozent im gewünschten Bereich. Damit ist Frankreich wieder im Exportgeschäft in Drittländer vorne mit dabei. Mit einem trockenen und sonnigen Klima während der Kornfüllungsphase sind die spezifischen Gewichte sehr hoch ausgefallen. Die durchschnittlichen Weizenerträge erreichen gut 7 t/ha. Damit hatten der befürchtete Wassermangel im Frühjahr sowie die Spätfröste keine nennenswerten Schäden nach sich gezogen.

Auch beim Raps hat Frankreich wieder seine alte Form zurückgefunden. Insgesamt meldet France Agrimer eine Produktionsmenge von 5,2 Mio. t. Der Schädlingsdruck hielt sich in Grenzen. Der Durchschnittsertrag wird mit knapp 4 t/ha angegeben, davon können viele deutsche Landwirte beim Raps nur träumen. Unisono erklären die Vertreter der Getreideagenturen die Rapsernte als ausgesprochen gut ausgefallen, samt hoher Ölgehalte.

Die Gerste reiht sich in die zufriedenen Ergebnisse ein. Die Ernte 2017 wird auf 9,6 Mio. t geschätzt. Die Ausbeute beträgt rund 6,5 t/ha. Der Proteingehalt schießt sogar etwas zu sehr in die Höhe. Die Sommergerste hatte es durch die Hitzewelle im Juni und den Wassermangel nicht einfach. Hier müssen Abstriche gemacht werden, die Erzeugung liegt mit 2,6 Mio. t unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Der Proteinspiegel fällt in vielen Fällen fast zu hoch für die Mälzereien aus, vor allem im östlichen Frankreich. Mit 11,5 Prozent Protein wird der Wert überschritten. (da)
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