Ernte 2015

Frankreich hofft auf Rekordernte


Nach der Analyse der Marktbeobachter von Agritel wird sich die diesjährige Weichweizenernte in Frankreich auf 38,9 Mio. t belaufen. Das wäre die bisher größte Menge Frankreichs und ein Ergebnis von 8 Prozent über dem Fünfjahresschnitt. Die bisherige Schätzung des Statistikamtes Agreste in Paris übertrifft Agritel um 1 Mio. t. Die guten Erträge mit einem landesweiten Durchschnitt von 7,55 t/ha tragen dazu ebenso bei wie die außergewöhnlich große Anbaufläche von 5,16 Mio. ha, die zuletzt im Jahr 1936 so groß gewesen sei.

Auch unter der Hitze soll der französische Weizen kaum gelitten haben. Sie sei zu spät gekommen, um die Erträge überregional zu beeinträchtigen. Die guten Wachstumsbedingungen und reichlichen Niederschläge im Frühjahr hätten bei Weizen die spätere Trockenheit ausgleichen können. Treffen wird die Trockenheit und Hitze jedoch den Mais.

Anders als im vergangenen Jahr entsprechen nun auch die Qualitäten den Anforderungen des Marktes, so dass Frankreich seine Rolle als bedeutendster europäischer Weizenexporteur wie gewohnt wird einnehmen können, erwarten die Analysten. Fallzahlen und Hektolitergewichte bewegten sich auf einem hohen Niveau. Abgesehen von einigen Abweichungen im Norden Frankreichs könnten auch die Eiweißgehalte als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Grundlage der Schätzung ist eine vom 2. bis 5. August durchgeführte landesweite Befragung von Händlern und Landwirten, die laut Agritel rund drei Viertel der Weizenanbaugebiete abdecke. (SB)
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