Frankreichs Prognosen zeigen steil nach oben


Französische Landwirte dreschen unerwartet hohe Weizen- und Rapserträge. Für Mais zeichnen sich dagegen eher mittlere Ergebnisse ab.

Weichweizen als Frankreichs wichtigste Getreideart könnte 2012 eine Ernte von fast 36,7 Mio. t und damit 8 Prozent mehr als vor einem Jahr bringen, lautet die jetzt veröffentlichte Prognose des Statistikamtes Agreste in Paris.

Gegenüber der Vormonatsschätzung sind etwa 700.000 t Weizen dazu gekommen. Die diesjährige Erntemenge würde auch den Fünfjahresdurchschnitt erheblich übertreffen. Grund sind die hohen Erträge, die Agreste im Landesmittel auf 7,5 t/ha taxiert.

Für Gerste hat Agreste die Erwartung ebenfalls nach oben geschraubt. Winter- und Sommergerste könnten bei einem mittleren Ertrag von 6,7 t/ha zusammen mehr als 11,3 Mio. t bringen. Im Vergleich zum schwachen Vorjahresergebnis 2011 würden die Landwirte 29 Prozent mehr Gerste dreschen. Aber auch im mehrjährigen Vergleich wäre das Ergebnis 2012 überdurchschnittlich hoch.

Erstmals hat Agreste die Maisernte 2012 geschätzt. Mit 15,6 Mio. t bewegt sich die Prognose leicht über dem mehrjährigen Mittelwert, aber unter dem Vorjahresergebnis. Die französischen Landwirte werden voraussichtlich nicht wie 2011 Durchschnittserträge von 10,0 t/ha dreschen. Agreste geht in diesem Jahr von 9,2 t/ha aus.

Für die gesamte französische Getreideernte errechnet das Statistikamt jetzt mit 69,6 Mio. t. Die Ernte wäre 9 Prozent größer als im Vorjahr und 6 Prozent größer als im Fünfjahresmittel.

Für die französische Rapsernte 2012 zeichnet sich mit 5,3 Mio. t ein ebenfalls überdurchschnittliches Ergebnis ab, das nur noch 2 Prozent kleiner als die Rekordernte des Vorjahres ausfällt. Als mittleren Rapsertrag nennt Agreste aktuell 3,3 t/ha. (db)
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