Frankreichs Weizenbilanz entspannt sich


Frankreich verkauft weniger Weizen als bislang erwartet. Die Vorräte könnten bis zum Sommer sogar wachsen.

Die Exportperspektiven für französischen Weizen sind weniger günstig. Das Agraramt France Agrimer kalkuliert in der Saison 2012/13 zwar nach wie vor mit hohen Drittlandsexporten von 10 Mio. t Mahlweizen. Sie wären 17 Prozent höher als im Vorjahr.

Dagegen schrumpfen wahrscheinlich die Weizenverkäufe in andere EU-Länder. Das
Agraramt hat in seinen heute veröffentlichten Zahlen im Vergleich zur vorangegangenen Schätzung im Dezember 150.000 t abgezogen. Mit jetzt prognostizierten rund 7,1 Mio. t wären die EU-Verkäufe 5 Prozent geringer als in der Vorsaison. Grund ist, dass Frankreich 2012 ausreichend Brotqualität geerntet haben, in den EU-Ländern jedoch vor allem Futterweizen gefragt ist.

Außerdem drosseln die französischen Mischfutterwerke offenbar den Weizeneinsatz. France Agrimer schätzt jetzt diese Verwendung auf 4,6 Mio. t. Sie wäre im Vergleich zum Vorjahr 8 Prozent geringer.

Bislang war das Agraramt von Paris von einer äußerst engen Weizenbilanz 2012/13 und einem Bestandsabbau ausgegangen. Jetzt schätzt Agrimer zum Ende der Saison sogar einen leichten Aufbau der Vorräte um 0,6 Prozent auf 2,3 Mio. t. (db)
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