Französische Landwirte optimistisch


In Frankreich entwickeln sich Weizen, Gerste und Mais prächtig. Landwirte würden gerne aus der neuen Ernte verkaufen, aber Einkäufer setzen auf fallende Preise. Das Wetter begünstigt aktuell die Entwicklung des Getreides. Auch in den kommenden Tagen ist in Frankreich ideales Wachstumswetter - feucht und nicht zu warm - vorausgesagt.

In ihren regelmäßigen Bonituren stuft die staatliche Landwirtschaftsagentur France AgriMer Ende voriger Woche 72 Prozent des Winterweizens als gut bis sehr gut ein. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr waren nur 24 Prozent der Bestände in einer solchen Verfassung. Französische Wintergerste schneidet mit 65 Prozent in den Kategorien gut und sehr gut ebenfalls deutlich besser ab als im Vorjahr mit 23 Prozent.

Bestnoten erreicht Sommergerste, bei der 83 Prozent der Bestände als gut und sehr gut bonitiert sind (Vorjahr 23 Prozent). Körnermais ist ebenfalls besser als 2011 entwickelt, zeigt aber im Jahresvergleich nicht einen so großen Abstand wie Weizen und Gerste. France AgriMer stuft aktuell 70 Prozent (Vorjahr 57 Prozent) der Maisbestände als gut und sehr gut ein.

Das Pariser Analystenbüro ODA berichtet, dass die Landwirte angesichts der mittlerweile optimistischen Ernteerwartungen zunehmend neuerntiges Getreide anbieten. Käufer halten sich jedoch zurück, weil sie auf weiter fallende Preise setzen. Da die alte Ernte größtenteils vermarktet ist, sind die französischen Märkte zum Wochenauftakt ruhig. (db)
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