Freundlichere Tendenz für Weizen und Raps

Die festeren Vorgaben aus Chicago animieren die Matif-Notierungen zu leichten Kursgewinnen. Die Tagestendenz sieht freundlich aus.

Weizen notierte an der Matif im Mittagshandel nach einem leichten Zugewinn bei 265 €/t und bewegt sich seitwärts. Die Tendenz ist zum Wochenschluss stabil, denn der schwächere Börsenschluss in Chicago vom Vortag wurde in Paris ignoriert.

Am Hamburger Markt bewegen sich die Preise derzeit nur wenig. Die Exporteure bewilligen weiterhin ein Aufgeld von 2 bis 3 €/t auf die Novembernotierung der Matif. Allerdings werden von der niedersächsischen Mischfutterindustrie für kurzfristige Eindeckungen höhere Prämien gezahlt.  

Für den Export werden weiter Proteinstarke Weizenpartien gesucht. Doch der etwas festere Euro könnte auf die Exportnachfrage kurzfristig dämpfend wirken.

Die Mühlen halten sich dagegen landauf landab zurück. Von Niedersachsen über das Rheinland bis zum Oberrhein sind die großen Mühlen vorne nicht am Markt. Für Sept./Dez. Gibt es etwas Kaufinteresse mit Minusprämien von 2 bis 4 €/t unter Matif-November.

Im süddeutschen Raum wird Mahlweizen als Schiffsware nach Benelux gehandelt. Die ab Stationspreise im Südwesten und am Oberrhein lagen davon abgeleitet bei 250 bis 255 €/t für Mahlweizen und bei 245 €/t für Futterweizen.

Die Rapsnotierungen regieren weiterhin nur moderat auf die Kursschwankungen der Chicagoer Sojabohnen. Mit festeren Bohnenkurse zogen die Rapsnotierungen in Paris heute  leicht an und notierten im Mittagshandel für November bei 521 €/t.

Da in den USA heute neue Ergebnisse aus der Erntebereisung im mittleren Westen erwartet werden, rechnen Händler mit weiterer Unterstützung der Rapskurse durch die Chicagoer Bohnennotierungen.  (St)
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