Die anhaltende Kälte nutzt den Ackerbauern bisher eher, als dass sie schadet. Doch für Entwarnung ist es zu früh.

Landwirtschaftliche Kulturen haben das kalte Winterwetter bisher gut überstanden. Nach Informationen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen haben Wintergetreide und -raps bisher kaum Schaden genommen. In weiten Teilen Niedersachsens würden die jungen Bestände von einer Schneedecke vor der Kälte geschützt. Positiv wirkten sich die tiefen Temperaturen auf die Ackerkrume aus. Der Frost verbessere die Bodenstruktur, indem er verdichtete Bereiche, zum Beispiel Fahrspuren, wieder auflockert.

Trotz der positiven Bilanz kann für diesen Winter noch keine Entwarnung gegeben werden, betont die Landwirtschaftskammer. Sollten nach der Schneeschmelze Wechselfröste auftreten, könne das die landwirtschaftlichen Kulturen noch stark treffen.

Dabei seien es seltener Erfrierungen, die Getreide und Raps zusetzen. Vielmehr führten frostbedingte Bodenbewegungen zu einem Abreißen der zarten Wurzeln, was die Pflanzen vertrocknen lässt. Massiv getroffene Bestände müssen - wie 2012 vielerorts geschehen - umgepflügt und neu eingesät werden. (az)
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