Ernte 2016

Ganz gute Erträge in Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wird damit zwar die bisher dritthöchste Ernte des Vorjahres um knapp 4 Prozent unterschritten, die durchschnittliche Erntemenge der vorangegangenen sechs Jahre wird jedoch um gut 2 Prozent übertroffen. Als Durchschnittsertrag werden fast 70 Dezitonnen je Hektar erwartet. Dies ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, gegenüber dem langjährigen Durchschnitt jedoch ein Plus von sechs Prozent.

Fast alle Getreidearten weisen einen überdurchschnittlichen Hektarertrag auf. Bei den beiden flächenstärksten Kulturen Winterweizen und Wintergerste wurde das mehrjährige Mittel voraussichtlich um knapp 3 beziehungsweise sogar 13 Prozent übertroffen. Die bayerischen Landwirte bebauten in diesem Jahr rund 1,01 Mio. ha; das waren rund 31.000 ha weniger als 2015.

Beim Winterweizen sank die Anbaufläche um 6.500 ha oder 1,2 Prozent auf 531.500 ha. Ähnlich hoch war die Flächenreduzierung um 6.100 ha oder 2,5 Prozent auf knapp 240.000 ha bei der Wintergerste. Die Anbaufläche der Sommergetreide wurde um 15.400 ha beziehungsweise 10,8 Prozent auf 126.500 ha verkleinert. Ursächlich hierfür war wohl insbesondere der deutliche Einschnitt bei der Sommergerste, der Fläche sank gegenüber dem Vorjahr um immerhin 11.700 ha oder 11,2 Prozent auf einen neuen Tiefststand von nur noch 92.600 ha sank. Marktbobachter machen dafür die wenig attraktiven Erzeugerpreise für Braugerste verantwortlich. Auf Hafer erreichte mit etwa 22.000 ha ein neues Anbautief. (HH)  
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