Gemischte Weizenernte in Rumänien

An der rumänischen Schwarzmeerküste beginnt die Weizenernte. Ungarn ist noch mit Gerste beschäftigt. In der Region Bukarest und Constanza werden Hektarerträge von 4 t/ha für Weizen gemeldet. Damit werden die Hoffnungen auf eine hohe Ernte nicht ganz erfüllt. Anders sieht es dagegen in Westrumänien aus. Dort sollen bis zu 5 t/ha geerntet worden sein. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf eine gute Sonnenblumenernte. Die Pflanzen sind in gutem Zustand.

In Ungarn dreht sich alles vorwiegend um Wintergerste und auch Raps. Die Wintergerstenernte ist zweigeteilt. In Ostungarn werden Erträge von bis zu 5,5 und 6 t/ha erzielt, dagegen betragen in Westungarn die Erträge nur 2 bis 3 t/ha. Nicht viel besser sieht es bei den Hektolitergewichten aus. Die Qualitäten schwanken von 55 bis 58 hl/kg, können aber durchaus auch 63 bis 64 hl/kg und 68 bis 69 hl/kg erreichen. Internationale Handelshäuser können Gerste aus Ungarn nach Italien per LKW und in Kürze auch per Ganzzug verkaufen. In dieser Woche ließen sich Preise für Wintergerste aus Ungarn nach Italien von 215,00 bis 220,00 €/t realisieren. Am heutigen Freitag ruht auf Grund des Freudentaumels in Italien über das Erreichen des Fußballfinales der Europameisterschaft das Geschäft.

Wesentlich schwieriger gestaltet sich der Handel mit Gerste aus Ungarn in Richtung Benelux. Vor allem der niedrige Wasserstand der Donau macht dem Handel zu schaffen. Auch die Elbe ist nicht mehr durchgängig schiffbar. Im Übrigen ist derzeit der Wechselkurs des Forint sehr stark, so dass Gerste aus Ungarn relativ teuer ist. Insofern hält sich die Nachfrage der Mischfutterindustrie für diese Herkunft in Grenzen. Mit 185,00 €/t ist Gerste aus Ostungarn zu teuer, wenn noch die Frachten dazukommen. Viel Gerste wird derzeit in Ungarn eingelagert. (da) 
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