Gerste enttäuscht in Österreich


Die Gerstenernte in Österreich erreicht an diesem heißen Wochenende ihren ersten Höhepunkt. Bisher enttäuschen die Erträge. Im Weinviertel und Marchfeld schwanken die Erträge bei Wintergerste von 2,4 bis 6 t/ha erheblich. Damit wird deutlich, welchen Schaden Auswinterung, Spätfröste, Trockenheit und Hagel angerichtet haben. Auch die ersten Anlieferungen von Winterbraugerste enttäuschen. Hier wird es schwer werden, die Kontrakte zu erfüllen, teilte ein Marktteilnehmer mit. Die Erträge liegen mit 1,5 bis 3 t/ha deutlich unter den durchschnittlichen Jahresergebnissen.

Hoffnung besteht jetzt noch, dass die übrigen Anbaugebiete bessere Ergebnisse bringen, als die sandigen Böden in den Frühdruschgebieten. Die Erntearbeiten werden am Wochenende fortgesetzt. Es sind hohe Temperaturen angesagt, so dass die Ware zügig eingebracht werden kann. Ende nächster Woche werden schon die ersten Weizenpartien geerntet.

Händler versuchen jetzt, Wintergerste aus Bayern in Österreich zu erhalten, um die Kunden zu bedienen. Neuerntige Gerste notiert von 195,00  bis 198,00 €/t frei Erfassungsstufe in Österreich. Vor allem in Italien stockt die Nachfrage. Hier konkurriert Gerste mit Mais, so dass die Mischungen daraufhin umgestellt werden.

Geringe Erträge weisen auch die ersten Anlieferungen von Winterdurum auf. Teilweise sind im Weinviertel nur 2 t/ha geerntet worden. Die Ernte von Sommerdurum steht noch aus. Gleichzeitig sind auch die Preise für Durum aus der Ernte in die Höhe geschnellt. In dieser Woche wurde für Durum 350 €/t aufgerufen. Das sind 50 €/t mehr als noch vor einigen Tagen. (da)
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