Sachsens Hoheiten: Agrarminister Thomas Schmidt, Erntekönigin Anja II und Bauernpräsident Wolfgang Vogel (v.l.n.r.)
-- , Foto: Jahnel
Sachsens Hoheiten: Agrarminister Thomas Schmidt, Erntekönigin Anja II und Bauernpräsident Wolfgang Vogel (v.l.n.r.)

Früher als erwartet hat in Sachsen die Gerstenernte begonnen. Die Erträge fallen mit 6 bis 7 t/ha höher als erwartet aus, sagte heute Bauernpräsident Wolfgang Vogel gegenüber agrarzeitung.de. Auch die ersten Ergebnisse des Hektolitergewichtes stellen zufrieden, so Vogel auf dem Wintergerstenschlag des Landwirtschaftsbetriebes Friedrich & Stefan Hesse GbR im Landkreis Bautzen. Am Montag und Dienstag in der kommenden Woche geht die Gerstenernte richtig los, nachdem die Bestände aufgrund der anhaltenden Trockenheit schneller als angenommen abgereift sind.

Weniger erfreuliche Aussichten gibt Vogel für den Winterweizen in Sachsen. Die Hitze hat in den Weizenbeständen deutliche Spuren hinterlassen. Hier sind erhebliche Brandschäden entstanden. Der Bauernverband schätzt die Ertragsverluste beim Weizen auf 15 bis 20 Prozent ein.

Schwer einschätzen lässt sich nach Angaben von Vogel auch die Mitte Juli bevorstehende Rapsernte in Sachsen. Die Kultur hatte von Beginn an einen schlechten Aufgang im Herbst. Die Bestände sind regional lückig und sind von Unkräuter durchsetzt. Die Schoten vertrocknet, dazu kommt Zwiewuchs. Der Bauernverband rechnet mit einem unterdurchschnittlichen Ertrag von rund 3,5 t/ha. Wenn es jetzt noch regnen würde, könnte es jedoch noch zu einem guten Tausendkorngewicht kommen.

Dafür ist beim Rapspreis noch Luft nach oben. Die Versorgung der Ölmühlen ist knapp. Für Vorkontrakte erzielten Landwirte rund 350 €/t. Allerdings wurden auch im Frühjahr 370,00 bis 380 €/t aufgerufen. Höher als im Vorjahr fallen die Weizenpreise in Sachsen ab Station aus. Für A-Weizen sind 155,00 bis 160,00 €/t möglich, für den B-Weizen ex Ernte zahlt der Agrarhandel im Schnitt 150 €/t ab Station. (da)
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