Gerste leidet in Hessen unter der Hitze


In Hessen startet die Getreideernte in den Frühdruschgebieten im Süden des Bundeslandes etwa eine Woche später als in den Vorjahren. Die Hitze führt in einigen Beständen zur Notreife. Die seit zehn Tagen andauernde Hitzewelle hat den Ernterückstand bei Gerste in Hessen um eine Woche verkürzt. Seit dem Wochenende wird geerntet. Das Getreide reift sehr schnell ab. Der hessische Bauernpräsident Friedhelm Schneider spricht sogar von Notreife bei einigen Bestände und will Ernteeinbußen nicht ausschließen. Zu den Erträgen und Qualitäten liegen derzeit aber noch keine gesicherten Ergebnisse vor.

In Hessen werden in diesem Jahr rund 305.000 ha Getreide angebaut. Darunter entfallen etwa 75.000 ha auf Wintergerste, in den südlichen Gebieten Hessens Gerste geerntet wird, so Schneider. Während Weizen unverändert mit rund 160.000 ha die Hauptgetreideart in Hessen ist, hat die Gerste, insbesondere Sommergerste, in den vergangenen beiden Jahren Anbaufläche eingebüßt, hauptsächlich zugunsten von Raps und Silomais. Die Hitzewelle wirke sich allerdings positiv auf die Erzeugerpreise aus, so Schneider, da Marktteilnehmer in ganz Europa mit einer geringeren Erntemenge als noch vor einem Monat  rechnen. (da)
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