Ernte 2016

Gerste startet ungewöhnlich früh


Während in Süddeutschland die Gerstenernte immer wieder durch Regenfälle unterbrochen wird, sind in Mitteldeutschland und im Westen immer mehr Mähdrescher zu sehen. Die Gerste ist reif und mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 15 Prozent auch gut zu lagern. In Sachsen-Anhalt sind die Landwirte mit den ersten Ergebnissen zufrieden. Die Bestände stehen dicht, was auf durchschnittliche Erträge von rund 8 t/ha schließen lässt. Allerdings dürften sich auf viele leichte Körner darunter finden. Landwirte prüfen ständig den Feuchtigkeitsgehalt. In der Börde von Braunschweig bis Magdeburg sind diese mit 20 Prozent noch zu hoch. Noch zwei Tage Sonnenschein, dann geht es los.

Vielerorts haben Landwirte in den vergangenen Wochen die Gerste frisch als Ganzpflanzensilage geerntet. Auch im Nordosten, wo die Pflanzen stark ausgewintert sind und anschließend lange kein Wasser hatten, sind die Felder bereits abgeerntet. Vor allem Milcherzeuger setzen auf GPS, um Futterkosten zu sparen. Damit könnte sich die Körnerernte bundesweit etwas verringern.

In Niedersachsen beginnt die Gerstenernte zögerlich, aber nach Einschätzung von Beratern außergewöhnlich früh. Sorgen machen Meldungen, dass die Hektolitergewichte im unteren Bereich von 50 bis 60 kg liegen. Die erforderlichen 62 kg sind nicht immer zu schaffen. (da)
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