Ernte 2015

Gerstenernte mit Rekordtempo


Die Wintergerstenernte im Westen hat ein rekordverdächtiges Tempo vorgelegt. In nur wenigen Druschtagen wurden 75 bis 80 Prozent der Gerstenfläche im Rheinland und im nördlichen Rheinland-Pfalz abgeerntet. Die sehr guten Qualitäten haben sich bestätigt. Im Schnitt werden Naturalgewichte  von 66/67 kg/hl erreicht. Vereinzelt ist die Gerste sogar noch etwas schwerer. Nach unten gibt es nur vereinzelte Ausreißer. Geerntet wurde weitgehend mit Feuchtigkeitsgehalten von 11 bis 12 Prozent.


Auch die Erträge können sich sehen lassen und fallen besser als erwartet aus. Der Handel berichtet von einer durchschnittlichen Gerstenernte mit Erträgen zwischen 85 bis 95 dt/ha. In der Spitze und auf ausgesprochen guten Standorten haben rheinische Landwirte aber auch 110 bis 115 dt/ha einfahren können. Da das Wetter bis auf regionale Gewitter in den kommenden Tagen warm bleiben soll, dürfte die Wintergerstenernte im Reinland zum Wochenende weitestgehend abgeschlossen sein. Die Erzeugerpreise bewegten sich zum Wochenanfang zwischen 149,00 bis 152,00 €/t. In den niederrheinischen Veredlungsgebieten wurden bis zu 160 €/t an die Landwirte bezahlt.


In Westfalen ist die Futtergerstenernte im westlichen Münsterland zwar schon weit vorangekommen, doch in den meisten Landesteilen hat sie gerade erst eingesetzt. Auch dort wird durchweg vermarktungsfähige Gerste geerntet. Die Hektolitergewichte bewegen sich zwischen 60 und 70 kg und im Schnitt um die 65 kg, die Erträge zwischen 60 und 100 dt/ha. Die Erzeugerpreise liegen in den durch die Nähe zu den Veredlungsregionen deutlich höher als im Rheinland. In den Zuschussgebieten werden Erzeugerpreise von 170 €/t und in der Börde von bis zu 165 €/t für Futtergerste frei Silo genannt.


Die Unwetter am Sonntagabend haben zum Teil erhebliche Schäden in den Getreide- und Rapsbeständen bis zu einzelnen Totalausfällen verursacht. Die Schäden sind allerdings nicht flächendeckend und weitgehend auf kleine lokale Räume begrenzt. (St)

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