Getreide- und Rapsmärkte schwächer


Brotgetreide gibt zum Wochenschluss leicht nach. Auch die Rapssaatkurse zeigen nach unten. Die Preise für den B-Weizen liegen mit 280 €/t, Lieferung Basis Januar 2013, und mit 248 €/t, Lieferung ex Ernte 2013 Basis Abrechnung September 2013, auf einem festen Niveau. An der Matif ermäßigt sich der Weizenpreis aktuell für den Monat November 2012 um 1 €/t auf 272,75 €/t. Beim Raps konzentriert sich der Handel jetzt auf den Andienungsmonat Februar 2013. Für diesen Termin notiert die Matif 479,25 €/t und damit 3 €/t niedriger als am gestrigen Donnerstag.

Die Trockenheit in den „US-Plains" beeinflusst jetzt die Märkte. Dort ist es zu trocken. Ein Teil des Getreides ist nach der Aussaat gar nicht erst aufgelaufen. Ein anderer Teil wird den Winter nicht überstehen. Die Daten vom Weltmarkt bieten daher weiterhin gute Voraussetzungen für stabile bis steigende Getreidepreise. Die Wettbewerber am Exportmarkt - Russland und die Ukraine - sind am Ende ihrer selbst gesteckten Exportziele angekommen.

Der Importbedarf der Länder Nordafrikas und aus dem Nahen Osten muss jetzt vor allem
aus Frankreich und Deutschland bedient werden. Allein Marokkos Getreideimporte sollen 2012/13 auf ein Rekordhoch von 8,4 Mio. t steigen, 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Die hiesige Mischfutterindustrie bleibt lebhaft am Kauf von Futterweizen zu 281 €/t franko Südoldenburg interessiert. Die Mühlen halten sich bedeckt und treten nur als Käufer auf, wenn sie entsprechendes Mehlgeschäft realisieren können.

Die Tendenz am Rapsmarkt bleibt freundlich. Hohe Exportzahlen bei den US-Sojabohnen
bringen neuen Schwung in den Markt. Die Agrarbetriebe in Ostdeutschland  haben mehr als 80 Prozent der diesjährigen Erntemengen an Rapssaat verkauft. Für den weiteren Preisverlauf kommt es darauf an, wie die Rapsbestände durch den Winter kommen. Wichtig bleibt auch, ob die Sojaernten in Südamerika tatsächlich so hoch wie erwartet sein werden. Für den Jahresbeginn 2013 sehen Hamburger Händler den Rapsmarkt fest. „Ab März 2013 werden die Karten dann neu gemischt", meinte ein Rotterdamer Pflanzenölhändler gegenüber agrarzeitung.de. (Ps)
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