Getreideernte kommt im Westen nur schleppend voran

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Die Getreideernte wird im Westen und Nordwesten immer wieder durch Regenfälle unterbrochen. Im Rheingraben ist die Gerste ab. Auch im Rheinland und in Westfalen sind 55 bis 60 Prozent der Gerste geerntet, im Nordwesten sind es erst 30 Prozent. Auf den Höhenlagen im Südwesten und Hessen stehen noch 80 Prozent auf dem Halm. Die Gerste ist inzwischen überall reif. Erste Partien wurden auch schon feucht geerntet. Die Hektolitergewichte erreichen im Schnitt gerade die handelsfähigen Werte von 62 bis 63 kg. Während im Rheinland und in Ostwestfalen über 8 t/ha geerntet werden konnten, liegen die Erträge im Raum Südoldenburg nur bei 6 t/ha.
Die Erzeugerpreise bieten ein differenziertes Bild. Spitzenreiter bleiben die Zuschussgebiete Südoldenburger Raum und das Münsterland mit 185 €/t, die zum Teil in Kompensation mit Mischfutterkäufen gezahlt werden. In Ostwestfalen liegen die Erzeugerpreise bei 165 €/t, im Südwesten und Westen zwischen 150,00 und 155,00 €/t frei Erfassungslager. Bei Direktanlieferungen an die südwestdeutsche Mischfutterindustrie werden bis zu 165 €/t an die Erzeuger bezahlt.

Die Wetteraussichten nördlich der Mainlinie lassen für die kommenden Tage kaum einen nennenswerten Fortschritt bei der Ernte erwarten. Auf den frühen Standorten am Oberrhein wurden bereits erste Weizen-, Roggen- und Rapspartien gedroschen.Bei einer Wetterbesserung zeichnet sich ein enormer Erntedruck ab. Denn in den frühen Gebieten werden Weizen, Roggen und Raps sowie Braugerste fast gleichzeitig reif. (St)

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