Globale Maisvorräte sehr dürftig


Die aktuellen globalen Bilanzen aus London sind unverändert. In der gesamten Saison bleibt das Getreideangebot voraussichtlich knapp.

Die globale Getreideerzeugung in der laufenden Saison wird deutlich kleiner als im Vorjahr ausfallen und den Bedarf nicht decken. Das gilt für Weizen wie für Mais. Der Internationale Getreiderat (IGC) in London nennt in seiner am Donnerstag veröffentlichten Bilanz weitgehend die gleichen Zahlen wie Ende Oktober. Für die Erntemengen ergeben sich nur minimale Verschiebungen zwischen den Erzeugungsländern.

Bei Weizen fehlen 2012/13 etwa 24 Mio. t zwischen Angebot und Verbrauch, bei Mais sind es 19 Mio. t. Um diese Mengen schrumpfen die globalen Vorräte bis zum Ende der Saison. Ausgesprochen dürftig sind im Sommer 2013 nach den IGC-Zahlen die Maisbestände mit weniger als 14 Prozent des globalen Bedarfs. Etwas komfortabler ist dieser Quotient für Weizen mit knapp 26 Prozent.

Die Aufmerksamkeit am Getreidemarkt richtet sich jetzt auf die tatsächlichen Ernteergebnisse, die sich in den kommenden Wochen für die Südhalbkugel konkretisieren. Besonders spannend ist es, wie viel Weizen in Australien und wie viel Mais in Brasilien sowie Argentinien gedroschen werden.

Zunehmend gerät auch die neue Saison 2013/14 in den Blick. Winterweizen auf der Nordhalbkugel ist zwar unter überwiegend günstigen Bedingungen auf ausgedehnter Fläche ausgesät worden. Erste Sorgen kommen in den USA auf, weil es dort zu trocken ist. Für den EU-Markt von Bedeutung sind aktuell die Ausfälle, die sich in Großbritannien nach heftigen Überschwemmungen abzeichnen. (db)
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