Größere Andienungen bei Raps erwartet


Große Preisdifferenzen bei den Rapsterminen erschweren das Kassamarktgeschäft. Für Weizen deuten sich in Kürze Anschlusskäufen der Mischfutterindustrie an.

Der Fokus bei Ölsaaten dürfte sich in dieser Woche auf die Entwicklungen bei Raps an der Matif richten. Am Donnerstag  läuft der Frontmonat Februar aus und heute Morgen waren noch 5.321 Kontrakte an der Börse offen. Die inverse Marktentwicklung an der Matif hat sich noch verstärkt und verunsichert die Marktteilnehmer. Im späten Mittagshandel notierte der Matif- Raps für Februar 3,50 €/t fester als zum Wochenschluss und knapp unter 480 €/t.

Damit hat sich die Differenz bei den Börsenpreisen zum Folgemonat Mai kurzfristig auf mehr als 21 €/t ausgeweitet. Am Kassamarkt liegt der Spread zwischen Februar und Mai im westdeutschen Raum nur bei 11 bis 13 €/t. Von den Matif- Notierungen lassen sich Kassapreise für Februar und März nur mühsam ableiten und das physische Rapsgeschäft lahmt. Im Markt rechnet immer zudem damit, dass aus den Februar- Kontrakt weitaus größere Mengen als üblich physisch angedient werden.

Der Einfluss der Sojabohnen auf die Rapspreise tritt heute Morgen etwas Hintergrund. Nach etwas festerem Start zeigen die vorbörslichen Notierungen in Chicago allerdings wieder leichte Schwächetendenzen beim Sojakomplex.

Die Weizenmärkte starten ruhig in die Woche. Es fehlen neue Anregungen und Kaufimpulse. Die westdeutschen Mühlen und die Mischfuterindustrie halten sich mit größeren Käufen zurück, zumal sich Weizenpreise zum Wochenstart kaum verändert haben. 

Im westdeutschen Raum werden Kassapreise zwischen 270 und 273 €/t franko Mühle genannt. Im Südoldenburger Raum bewegen sich die Futterweizenpreise unverändert um die 270 €. Man rechnet damit, dass die Mischfutterindustrie den kommenden Wochen wieder als Käufer zurückkommt, denn ab Februar besteht noch größerer Anschlussbedarf für Futterweizen. Am Hamburger Markt haben sich die Kurse ebenfalls wenig bewegt. Die Kaufideen liegen weiterhin um die 262 €/t, die Briefkurse liegen etwa 2 €/t darüber.

Auch an der Matif fehlten neue anregende Impulse. Die Weizenkurse zeigten sich allenfalls gut behauptet. Am späten Mittag notierte der Märztermin in Paris knapp unter 248 €/t. Die Vorgaben von Chicago deuten leichte Schwäche an, so dass vor der Parkettbörse in Chicago kaum mit größeren Bewegungen zu rechnen ist. (St)
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