Weizen ist nach Unwettern wie in der Wetterau ins Lager gegangen.
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Weizen ist nach Unwettern wie in der Wetterau ins Lager gegangen.

Mit knapp 46,3 Mio. t Getreide hat der Verband seine Prognose leicht nach oben angepasst. Grund dafür sind vor allem die etwas höheren Ernte-Erwartungen bei Weizen und Wintergerste im Norden und Nordosten Deutschlands. Die gegenwärtige Prognose liegt weiterhin unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 47,9 Mio. t.

Die Gerstenernte ist mit Ausnahme des Nordens und Nordostens weit vorangeschritten. Sie wird allerdings immer wieder durch teilweise ergiebige Regenfälle unterbrochen. Die bisherigen Ergebnisse werden in der Summe hinsichtlich Menge und Qualitäten als durchschnittlich eingestuft. Bei Wintergerste wird derzeit die Ernte mit gut 8,9 Mio. t auf dem Niveau von 2016 geschätzt.

Spanien trifft es hart
Europaweit wird nach Angaben der EU-Kommission nur noch eine knapp durchschnittliche Getreideernte von rund 298 Mio. t erwartet. Die Prognosen wurden in den vergangenen Wochen insbesondere aufgrund der anhaltenden Trockenheit in Spanien und einer nur noch durchschnittlichen Weizenernte in Frankreich nach unten korrigiert. Weltweit wird zum fünften Mal in Folge von einer Getreideernte in Höhe von mehr als 2 Mrd. t ausgegangen. Allerdings soll das diesjährige Ergebnis aufgrund geringerer Mengen beim Mais spürbar unter dem Vorjahreswert und zum ersten Mal seit 2012 unter dem Verbrauch liegen. Dem stehen allerdings weiterhin erhebliche Bestände gegenüber. (da)

Erster Weizen gedroschen

Die ersten Weizenbestände sind ebenfalls gedroschen worden. Für eine belastbare erste Bewertung von Mengen und Qualitäten ist es aber noch zu früh. Beim Weizen erwartet der DRV mit knapp 25,4 Mio. t eine Menge leicht über der Prognose des Vormonats. Beim Roggen geht der Verband unverändert von gut 3 Mio. t aus. Die Sommergerste wird wie im Vormonat auf 1,9 Mio. t und damit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (plus 8 Prozent) prognostiziert. Beim Mais erwartet der DRV weiterhin ein Ergebnis von rund 3,8 Mio. t ( minus 4,2 Prozent).

Für Aussagenzum Raps ist es zu früh

Beim Raps geht der DRV unverändert von einer Ernte in Höhe von 4,8 Mio. t aus, die nur knapp über dem Ergebnis des Vorjahres (4,6 Mio. t) liegt. Das langjährige Mittel von 5,4 Mio. t wird damit deutlich verfehlt. In verschiedenen Regionen sind bereits erste Rapsbestände gedroschen worden. Hier ist es wie beim Weizen allerdings noch zu früh für belastbare Aussagen hinsichtlich Mengen und Ölgehalte. (da)

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