Große Streuung der bayerischen Rapserträge


Die Ernte ist auf der Zielgeraden. Eine Umfrage von agrarzeitung.de unter Erfassungshändlern ergab, dass bis zu 80 Prozent der Rapsflächen gedroschen sind.

Lediglich in den Höhenlagen Oberfrankens, der Oberpfalz aber auch in Oberbayern sowie in Oberschwaben stehen noch etliche Rapsbestände.

Die Erträge und Qualitäten weisen extrem hohen regionalen Schwankungen auf. Deutliche Einbußen gab es in den fränkischen Landesteilen. Besonders hart war der Regierungsbezirk Unterfranken betroffen. Hier haben sich die Auswinterungsschäden sowie die extreme Trockenheit im zeitigen Frühjahr spürbar ausgewirkt. Es gibt Schläge, auf denen gerade einmal 4 dt/ha gedroschen wurden.

Je weiter man nach Süden kommt, desto besser sind die Naturalerträge. Südlich der Donau wurden 40 dt/ha und mehr eingebracht. In den späten Druschregionen Oberbayerns, Schwabens aber auch der Oberpfalz wird teilweise von guten Erträgen berichtet.

Nach Auskunft der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising liegt bislang der landesweite Durchschnittsertrag bei 34 dt/ha. Diese Zahl dürfte in den kommenden Tagen jedoch weiter nach oben korrigiert werden, heißt es auch in der Landwirtschaft.

Der Ölgehalt korreliert sehr stark mit den Mengenerträgen. In den Gebieten mit dürftigen Ergebnissen wurden kaum 40 Prozent Öl festgestellt. Wo sehr gute Hektarerträge eingebracht wurden liegt der Ölgehalt bei 45 Prozent oder vereinzelt sogar leicht darüber.

Aktuell findet nur wenig Neugeschäft mit Rapssaat statt. Die Ölmühlen sind gut versorgt und zeigen eine abwartende Haltung. Dazu mögen auch die Meldungen über eine bessere Rapssaatente in einigen EU-Ländern beigetragen haben. Allerdings ist der größte Teil der Ernte ohnehin durch Vorkontrakte gebunden. (HH)
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