Die internationalen Märkte bleiben auch heute Morgen fest gestimmt. Am Oberrhein warten Ein- und Verkäufer ab. Unter Erntedruck steht niemand.

In Paris starten alle Agrarfutures mit einem grünen Vorzeichen. Zur Mittagszeit liegt Raps auf den vorderen Terminen mit 2,75 €/t im Plus. Der Anstieg war erwartet worden, weil über Nacht der Chicagoer Sojakomplex weiter zugelegt hatte. Doch auch Weizen steht an der Matif mit 2,25 €/t im Plus.

Am Oberrhein reagiert der Markt auf die festen Vorzeichen nicht mit übertriebener Aktivität. Weder Abgeber noch Käufer sind lebhaft am Markt. Verkäufer lehnen sich zurück und setzen auf weiter steigende Kurse. Die diesjährige Ernte kann in den vorhandenen Lägern gut aufgenommen werden. Es gibt kaum Partien, die dringend platziert werden müssen.

Für Weizen am Oberrhein nennen die Mühlen im Moment 248 bis 250 €/t für August/September. Kraftfutterwerke bieten 242 bis 245 €/t. Für September/Dezember wollen sie 3 bis 5 €/t franko Kraftfutterwerk mehr anlegen. Diese Preise stoßen bei Abgebern auf weniger Interesse.

Internationale Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Exporte aus Russland nicht lange anhalten werden und das verfügbare Volumen bald an seine Grenzen stößt.

Die französische Getreideernte wird von einheimischen Marktbeobachtern als mittelmäßig beschrieben. Dennoch sind Bedenken verschwunden, dass die Spezifikationen für Exporte nicht erfüllt werden könnten. Die Ernte wurde mit eher enttäuschenden Ergebnissen von guten Feldern abgeschlossen. Bessere Ergebnisse dagegen kamen von schwächeren Standorten.

In den USA hat die Maisernte begonnen. Viele Bestände werden als Silage verarbeitet anstatt als Körnermais. (dg)
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