Gute Gerstenqualitäten im Westen


Die Wintergerstenerträge im Westen fallen besser aus als zunächst gedacht. Die Qualitäten können fast durchweg befriedigen. Es zeichnen sich allerdings große Bandbreiten ab. Im Rheinland schwanken die Erträge zwischen 34 und 92 dt/ha. Vor allem dort, wo der Dünger früh ausgebracht werden konnte und die Böden mehr Niederschläge erhalten haben, gab es durchaus passable Gerstenerträge. Im Schnitt rechnet das Rheinland mit Erträgen zwischen 70 und 75 dt/ha und einem um 15 bis 20 Prozent niedrigeren Aufkommen als in den Vorjahren. Bezogen auf das ‚gute‘ Gerstenjahr 2010 fällt der Rückgang jedoch größer aus. Die Naturalgewichte liegen zwischen 55 und 70 kg/hl und im Durchschnitt bei 64 bis 67 kg/hl.

Im westfälischen Raum zeichnet sich ein Ertragsrückgang von etwa 20 Prozent gegenüber den Vorjahren  ab. Auf den leichten Böden wird mit Erträgen zwischen 40 und 60 dt/ha gerechnet, die Hektolitergewichte bewegen sich zwischen 60 und 65 kg. Die Ernte hat dort erst angefangen, während im Rheinland bereits 20 bis 25 Prozent der Flächen geerntet sind. Seit Wochenmitte ist die Ernte allerdings durch die Regenfälle unterbrochen.

Die Erzeugerpreise lassen sich noch nicht richtig greifen. Nach dem gestrigen Preisbruch an den Börsen sind die Erzeugerpreise im Schnitt allerdings um etwa 10 €/t zurückgegangen. Aussagefähige Kurse gab es zum Wochenschluss nur in der westfälischen Veredelungsregion, wo den Erzeugern 170 €/t für die Futtergerste bezahlt wurde. Das Preisniveau liegt dort aber üblicherweise deutlich höher als in den großen Ackerbaugebieten Nordrhein-Westfalens. (St)
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