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Die bayerischen Landwirte können in diesem Jahr eine überdurchschnittlich hohe Getreideernte einfahren. Experten des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) und des Landwirtschaftministeriums in Bayern erwarten im Freistaat gut 7,0 Mio. t Getreide (ohne Körnermais). Im Vorjahr wurden 6,8 Mio. t geerntet. Die Getreidefläche in Bayern ist wegen der Aufhebung der Stilllegungsverpflichtung um 77.000 auf 1,248 Mio. ha angestiegen.

Auf der jüngsten Erntepressefahrt am heutigen Montag machte Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller auf ein erhebliches Süd-Nord-Gefälle bei den Erträgen aufmerksam. "So starke Unterschiede zwischen Nord- und Südbayern hat es bislang noch nie gegeben", so Miller. In Unter- und Oberfranken sowie in der Oberpfalz sorgte die Trockenheit im Frühjahr und Frühsommer für dünne Bestände. Auf leichten Böden sei die Notreife bei Winterweizen und Sommergerste bereits eingetreten. Südlich der Donau werden dagegen sehr gute Erträge erwartet. Nach Informationen von BBV-Präsident Gerd Sonnleitner liegen derzeit die Erzeugererlöse bei Wintergerste mit 15,50 bis 17,50 €/dt etwa 4 € niedriger als im Winter und Frühjahr. Bei Brotweizen seien es sogar 6 bis 8 €. Gegenwärtig würden dafür 17 bis 19 €/dt vom Erfassungshandel geboten. "Im Winter wurden mehr als 25 € für Brotweizen geboten", versicherte Sonnleitner. (HH)

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