Ernte 2014

Heterogene Sommergerste in Deutschland

In den Früherntegebieten Deutschlands zeichnet sich in diesem Jahr ein guter Ertrag von derzeit 5,2 t/ha für die Sommergerste ab. Bei anhaltender Trockenheit konnte die Ware zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden konnte. Die regional sehr unterschiedlichen, jedoch insgesamt unterdurchschnittlichen Niederschläge im Frühjahr führten allerdings je nach Bodenverhältnissen zu Trockenheitsschäden. Sehr heterogene Qualitätsergebnisse der bereits geernteten Partien sind laut Braugerstengemeinschaft e.V., München, das Ergebnis. 


Ausgiebige Niederschläge im Mai haben vielerorts noch einen beachtlichen Ertrag gebracht. Die durchschnittlichen Eiweißgehalte liegen etwas über dem niedrigen Vorjahresniveau. Dabei treten regional auch große Partien unter neun Prozent beispielsweise in Hessen und Niedersachsen auf. Andere einzelne Partien werden auch mit 11 und bis 11,5 Prozent von den verschiedenen Landesbraugerstenverbänden gemeldet. Nach aktuellem Stand werden wohl kaum oder keine Partien wegen Übereiweiß als Braugerste abgelehnt werden müssen.


Der Vollgerstenanteil der Erntemuster bewegt sich knapp unter dem Vorjahr. In Regionen mit Trockenschäden werden Braugerstenpartien auch wegen zu geringen Vollgerstenanteils als Futtergerste vermarktet. Mit zunehmender Verschleppung der Erntearbeiten durch Regenschauer, Starkregen, Sturm und sogar Hagel sind die Prognosen jedoch insbesondere in Bezug auf die Qualität lediglich als Stichprobe der Ergebnisse des ersten Ernteabschnitts zu sehen. 
  


Insgesamt könnten in diesem Jahr 1,8 Mio. t Sommergerste eingefahren werden. 2013 waren es 1,9 Mio. t Der Anteil an Qualitätsbraugerste würde anhängig vom weiterem Ernteverlauf bei etwa 1,2 Mio. t und damit auf Vorjahresniveau liegen. Die Hauptbraugerstensorten 2014 sind Grace, Propino und Quench. In Deutschland wurde auf 347.000 ha Ackerfläche Sommergerste angebaut. Etwa 270.000 ha wurden mit dem Ziel bestellt Braugerstenqualität zu erzeugen. (dg)
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