Heterogene Weizenpartien im Südwesten

In Südwestdeutschland ist bislang Weizen mit stark streuenden Erträgen eingefahren worden. Ware vom Oberrhein fließt Richtung Norden.

Im Rheingraben wurden im Schnitt Erträge von 7,0 bis 9,0 t/ha geerntet. Das Hektolitergewicht liegt dort bei etwa 80 kg. Erst zum Schluss der Erntearbeiten konnten beim B-Weizen die 11,5 Prozent Eiweiß und beim A-Weizen 13,5 Prozent Eiweiß erreicht werden. Zu Druschbeginn wurden die erforderlichen Werte nicht erbracht.

Aus dem Kraichgau werden ebenfalls sehr unterschiedliche Weizenerträge genannt. 5,0 bis 5,5 t/ha sind genauso dabei wie 8,0 t/ha und mehr. Die schwachen Werte stammen von Beständen, die unter der Auswinterung gelitten haben. So streuen auch die Hektolitergewichte sehr breit. Über 80 kg bis zu 75 kg wurden von den Feldern geholt. Die Proteinwerte liegen in dieser Region im gewünschten Bereich. Auch E-Weizen kann über 14,5 Prozent Protein vorweisen. Im Rheingraben und im Kraichgau ist die Ernte weitgehend abgeschlossen.

In der Wetterau konnten die Arbeiten bis Sonntag fortgesetzt werden. Rund 50 bis 60 Prozent sind eingebracht. Auch hier werden die Erträge als eher durchwachsen beschrieben. Von 5,0 bis 9,0 t/ha reichen die Ergebnisse der bisherigen Ernte. Die Hektolitergewichte zeigen ebenfalls eine breite Spanne von 68 bis fast 80 kg. Während B-Weizen die 11,5 Prozent erreicht, ist es bei A-Qualitäten hier eher schwierig, die 13 Prozent Protein zu bekommen.

Brotweizen vom Oberrhein findet im Moment Abnehmer im Norden und Nordwesten Deutschland, Hier wird er als Futterweizen eingesetzt. Bezahlt werden für die Ware 240,00 €/t ab Station. (dg)
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