Ernte 2017

Hitze kostet in Tschechien Ertrag

Das Statistikamt in Prag rechnet in seiner zweiten Schätzung für 2017 mit rund 6,7 Mio. t Getreide (ohne Mais). Die Erwartungen sind wesentlich pessimistischer als in der ersten Schätzung, die Anfang Juli veröffentlicht worden ist. Gegenüber der sehr hohen Vorjahresernte würden etwa 13 Prozent weniger gedroschen. Auch im Vergleich zum Fünfjahresmittel würde das aktuelle Ergebnis erheblich – um rund 7 Prozent - abfallen, ergänzt die Behörde. Grund für den Rückgang sind nach Angaben des Statistikamtes allein geringere Ertragserwartungen. Die Herbstbestellung ist in Tschechien nicht optimal verlaufen. Deswegen sind mehr Flächen mit den ohnehin ertragsschwächeren Sommerungen bestellt worden. Hinzu kam eine ungünstige Witterung.

Hitzewelle hat dem Getreide zugesetzt

Die beiden mit Abstand dominierenden Getreidearten in Tschechien sind Weizen und Sommergerste. Die Weizenernte 2017 könnte im Vergleich zur sehr hohen Vorjahresernte um etwa 14 Prozent auf unter 4,7 Mio. t zurückfallen. Grund ist die Hitzewelle, von der Tschechien sowohl im Juni als auch im Juli betroffen war. Die hohen Temperaturen haben ebenfalls dem im Lande bedeutenden Braugerstenanbau zugesetzt. Die tschechische Sommergerstenernte könnte um 10 Prozent auf rund 1,1 Mio. t sinken.

Rapserträge enttäuschen ebenfalls

Auch die Rapserträge haben in Tschechien deutlich gelitten. Die Ernte würde nach der aktuellen Schätzung mit weniger als 1,2 Mio. t Raps etwa 12 Prozent unter dem Vorjahr und 11 Prozent unter dem Fünfjahresmittel liegen. Tschechien ist fünftgrößtes Rapserzeugungsland in der EU. Die vorderen Plätze nehmen Frankreich, Deutschland, Polen und Großbritannien ein. (db)
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