Hitzeschäden trüben Ernteaussichten in Baden


Die Maisernte kann in Süddeutschland in Kürze beginnen. Die aktuellen Notierungen verlaufen gleichauf mit Weizen.

Im Raum Mannheim notiert neuerntiger Mais bei 250,00 €/t und liegt damit gleichauf mit den Kassakursen, die franko für B-Weizen aufgerufen werden. Allerdings ist das Angebot von Brotweizen an der Rheinschiene nicht zu reichlich, so dass sich Mühlen und Mischfutterwerke auch am Preis für A-Weizen orientieren müssen, der bei 260,00 €/t liegt. 

An der Warenterminbörse in Paris notiert der Weizen-Kontrakt für November heute mittag unverändert zum Vortag bei 260,25 €/t. Leichte Kursverluste zeigen sich bei Raps. Der November-Termin gibt um 1,25 auf 515,00 €/t nach. Etwas deutlicher zeigt sich das Minus beim November-Kontrakt 2013. Hier steht die Mittagsnotierung bei 470,00 €/t, das sind 2,50 €/t niedriger als am Montag.

Die Maisernte soll in Rheinland-Pfalz und in Baden in wenigen Tagen beginnen. Im Kraichgau wollen Landwirte mit dem Erntebeginn noch etwas warten. "Jeder Sonnentag senkt den Feuchtigkeitsgehalt und wir sparen damit Trocknungskosten", berichtet ein Händler aus Baden-Württemberg. 

Mischfutterwerke in Süddeutschland sehen dem Erntestart erwartungsvoll entgegen. Mais soll so viel wie möglich Weizen in den Mischungen ersetzen. Derzeit kann noch alterntige Ware den Bedarf decken. Dies wird sich ändern, sobald die ersten Partien auf dem Markt sind. 

Von möglichen Druckpartien bei Mais, mag jedoch niemand mehr sprechen. Die Ertragsaussichten sind etwas zurückgenommen worden.

Die Hitzewelle mit bis zu 41 Grad Celsius am Oberrhein vor zehn Tagen hat vielen Maispflanzen ordentlich zugesetzt. Vor allem auf den leichten Böden sind viele Pflanzen "regelrecht zusammengebrochen", schildern Pflanzenbauberater die Situation.
 
Auf einigen Feldern ist kein grünes Blatt mehr zu sehen. Damit verschlechtern sich die Bedingungen für eine optimale Kornfüllung. In einigen Regionen am Oberrhein hat es seit vier Wochen nicht mehr geregnet. (da)
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