Die Matif in Paris legt einen festen Start in die neue Handelswoche hin. Hitze im Mittleren Westen der USA und trockenes Wetter am Schwarzen Meer befeuern die Kurse.

Am Montagmittag notierte der Fronttermin bei Rapssaat an der Matif mehr als 6 €/t im Plus. Die Mahlweizennotierungen zu den Terminen November 2012 bis Mai 2013 lagen zu dem Zeitpunkt jeweils mindestens 8 €/t im Plus.

Im deutschen Getreidehandel sorgen die hohen hohen Preise an den Agrarmärkten für Gesprächsstoff. „Die beiden Wettermärkte lassen keine andere Preisbewegung zu“, meinte ein Großhändler zu agrarzeitung.de.

Am physischen Markt würde der eine oder andere Verarbeiter nun aktiver werden, bevor die Preise weiter anziehen. In der Landwirtschaft herrscht dem Vernehmen nach eine eher abwartende Haltung vor. Man beobachte die Märkte; die Ernte komme aber zögerlich rein, was Qualitätssorgen stütze. Fonds wiederum erkennen nach Einschätzung hiesiger Marktbeobachter mehr und mehr das Steigerungspotenzial in den Agrarrohstoffmärkten.

Im Mittleren Westen der USA stehen die Zeichen weiterhin auf heißen Temperaturen. In den Maisanbaugebieten im Westen erwarten private Wetterdienste heiße bis trockene Temperaturen in den kommenden ein bis eineinhalb Wochen.

Internationale Analysten rechnen mit weiteren Abstufungen für die US-Maisbestände in den wöchentlichen Bonituren des US-Agrarministeriums, berichtet der Informationsdienst agrimoney.com.

Auch in der Schwarzmeerregion stützt die Wetterlage Preisfantasien nach oben. Das Analystenhaus Agritel berichtet von starker Hitze in der Ukraine, Kasachstan und Russland. Das ukrainische Agrarministerium rechne inzwischen mit Ertragseinbußen bei Sonnenblumensaat. (pio)
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