Ernte 2013

Höhenlagen werden diese Woche fertig

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In der Eifel, im Westerwald, Hunsrück und Taunus neigt sich die Getreideernte langsam dem Ende zu. Auf den ausgesprochenen Höhenlagen stehen jedoch immer noch 10 bis 15 Prozent Weizen, teilweise auch Braugerste auf dem Halm. Auch vereinzelte spät gesäte Rapsfelder sind noch immer nicht abgeerntet. Vor allem die Rapsernte hat sich sehr lange und als üblich hingezogen.
 
Da das Wetter in dieser Woche erhalten soll, dürfte die Getreideernte zum Wochenende auch auf den späten Lagen abgeschlossen werden. Die vereinzelten Regenfälle der Vortage haben den Qualitäten keinen Abbruch getan. Die Hektolitergewichte sind weiterhin gut, die Fallzahlen in Ordnung. Allerdings gibt es durchweg Probleme mit den Proteinwerten. Je nach Region sind sie sogar sehr deutlich ausgeprägt. So wurden im östlichen Hunsrück ungewöhnliche Spitzenerträge von bis zu 120 dt/ha Weizen geerntet und haben zu einem ausgesprochenen Verdünnungseffekt geführt. Der größte Teil des A-Weizens muss dort als B-Weizen vermarktet werden. Beim B-Weizen fallen die Proteinwerte teilweise bis unter 10 Prozent ab, E-Weizen war zum Teil ein völliger Reinfall.
 
Allerdings ist die Proteinschwäche in anderen Hochlagen von Rheinland-Pfalz bei Weitem nicht so ausgeprägt, wenn nur gut durchschnittliche oder gute Erträge erzielt wurden. Aber auch dort berichtet der Erfassungshandel davon, dass 25 bis 40 Prozent der B-Weizensorten nur Futterweizenqualität bringen. Die Erzeugerpreise für Weizen bewegen sich im Westen zwischen 150 bis 155 €/t und sind bei kleinen Schwankungen recht stabil. (St)
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