Ernte 2016

Höhere Lagen halten die Fallzahlen noch


Auf den Höhenlagen der westdeutsche Mittelgebirge Eifel, Hunsrück und Westerwald ist die Weizenernte lediglich für die frühen Sorten abgeschlossen. Der Weizen weist überwiegend noch ordentliche Fallzahlen von teilweise bis zu 300 Sekunden und mehr auf. Einzelne Partien fallen allerdings bereits ab. Das Bild ist differenziert. Im Westerwald berichten Erfassungshändler, dass die Fallzahlen teilweise unter 100 gesunken sind und dass es für den späten Weizen nicht sonderlich gut aussieht. Im Hunsrück und in der Eifel waren die Fallzahlen weitgehend in Ordnung. Sollte das Wetter halbwegs mitspielen, hätten die Fallzahlen noch Reserven und könnten zumindest kleinere und keine lang anhaltende Niederschläge unbeschadet überstehen, so die Einschätzung vor Ort.
 
Ein großes Problem scheinen die Naturalgewichten zu werden. Sie bewegen sich in einem Rahmen von 70 bis 77 kg/hl, fallen aber vereinzelt abder auch unter 70 kg. Im Schnitt erreichen sie überwiegend noch 72/74 kg/hl, sind aber fast überall grenzwertig. Probleme mit Fusarien werden bisher  nur vereinzelt beobachtet.

Niedrigere Proteinwerte
 

Die Proteinwerte liegen im Schnitt 1 Prozent, teilweise sogar bis zu 1,5 Prozent unter den üblichen Werten. Im Westerwald sieht es wiederum schlechter aus, als auf den anderen Höhenlagen und der B-Weizen bringt dort selten die Mühlenwerte.  Ansonsten bewegen sich die Proteinwerte für B-Weizen Weizen zwischen 11 knapp 12 Prozent. Übereinstimmend wird berichtet, dass sich ein Teil des A-Weizen nur als normaler Backweizen vermarkten lässt.
 
Roggen kam mit unterschiedlichen Qualitäten herein. Zuletzt waren die Fallzahlen überwiegend hinüber, nur auf den frühen Standorten kamen noch passende Qualitäten herein. Sommerbraugerste bringt akzeptable oder aufbereitbare Vollkornanteile, die Proteinwerte sind in Ordnung, die Erträge enttäuschen.

Die Rapsernte ist bis auf Restmengen abgeschlossen. Der späte Raps kann mit Ölgehalten von 40 bis 42 Prozent nicht befriedigen, teilweise fielen die Gehalte unter 40 Prozent. Die Erträge enttäuschen und liegen auf den Höhenlagen 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Es gab erhebliche Probleme mit Sklerotina, einzelne Partien wiesen sogar sichtbaren Auswuchs auf.  (St)

 
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