Hohe Erträge bei Weizen und Raps im Osten

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Die Weizenernte läuft in vielen Teilen Ostdeutschlands auf Hochtouren. In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Sachsen-Anhalt und Brandenburg dürften gut 20 Prozent der Flächen geborgen sein. In Sachsen und Thüringen liegt dieser Anteil bei etwa 30 Prozent. Die bisher geernteten Weizenqualitäten entsprechen den Mindestanforderungen für Brot- und Qualitätsweizen. Die Weizenerträge sind hoch, die Proteingehalte allerdings schwächeln. B-Weizen erreicht meist nur leicht über 11 Prozent. Der Erfassungshandel benötigt jetzt A-Weizen, um die B-Qualitäten auf die erforderlichen 12 Prozent Protein aufzumischen. Raps ist in Ostdeutschland zu etwa 90 Prozent geborgen. Die Erträge erreichen in einigen Gebieten Erträge von 50 dt/ha und höher, teilweise werden auch bis zu 60 dt/ha geerntet. Auch die Ölgehalte bewegen sich zwischen 41 und 44 Prozent auf einem hohen Niveau.

Der E-Weizen tendiert fortgesetzt fest und erzielt gegenüber B-Weizen derzeit eine Prämie von knapp 50 €/t. In Sachsen/Thüringen werden für E-Weizen in der Erzeugerstufe Preise von etwa 200 €/t bis 210 €/t bezahlt, in den nördlichen und nördöstlichen Bundesländern um 220 €/t frei Erfassungsstufe oder auch ab Hof. Die Kaufkurse für Brotweizen der B-Sorten liegen um 190 €/t angeliefert in Hamburg. Ab Hof werden je nach Region in Nord- und Nordostdeutschland um 175 €/t frei Erfassungsstufe geboten, in Sachsen und Thüringen um 10 €/t weniger. Schwach ist der Markt für Brotroggen bei Erzeugerpreisen von 140 €/t bis 145 €/t. Das Angebot ist wegen hoher Erntemengen drückend. Auch bei der Gerste werden die restlichen Partien zu relativ niedrigen Kursen von knapp über 140 €/t abgerechnet. (Ps)

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