Hohe Preise verbannen Käufer an die Seitenlinie


Mahlweizen und Raps in Paris zeigen sich am Mittag in einer freundlichen Seitwärtsbewegung. Am Kassamarkt sind vor allem Käufer zurückhaltend.

Zum ex-Ernte-Termin rechnen zwar einzelne Beobachter aus dem norddeutschen Großhandel mit etwas Verkaufsdruck für Weizen. Groß wird er jedoch nicht ausfallen, urteilen die meisten von agrarzeitung.de befragten Händler und Makler. Stattdessen halten sie das erreichte Preisniveau für stabil.

B-Weizen, franko Hamburg, ex Ernte, ist an diesem Dienstagmittag mit 261 bis 262 €/t (Geld) zu 263 €/t (Brief) besprochen worden. Für B-Weizen, franko Hamburg, Basis September, schwankten die Angaben aus dem norddeutschen Markt zwischen 264 bis 266 €/t (Geld) zu 266 bis 268 €/t (Brief).

Mühlen fragen nach Angaben von Maklern zwar hin und wieder Preise ab. Da sich aber auch die Mehlkundschaft bei dem aktuell hohen Preisniveau zurückhalte, warten die  Müller mit Einkäufen erst einmal ab. In den ersten beiden Augustwochen könnte aber aus dieser Ecke mehr Geschäftstätigkeit zu sehen sein, lauten Erwartungen aus Hamburger Maklerkreisen.

Die ersten Weizenpartien am nord- und nordostdeutschen Markt zeichnen ein qualitativ buntes, aber mangels Masse noch wenig repräsentatives Bild der Qualitäten. Die Hektolitergewichte liegen zwischen 78 und 82 kg, Fallzahlen sollen im Großen und Ganzen in Ordnung sein. Bei den Proteinwerten gibt es dagegen dem Vernehmen nach erste Schwächemeldungen.

Am internationalen Getreidemarkt bleiben die Preistreiber unverändert: Die Hitze im Mittleren Westen der USA sowie zusehends geringere Ernte- und Exporterwartungen an die Schwarzmeerregion, und hier vordringlich Russland. (pio)
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