Hohe Weizenerträge in hessischen Frühdruschgebieten


Weizen zeigt in der Wetterau, Südhessen und dem nördlichen Rheingraben bisher gute Erträge. Dafür ist er proteinschwach. Sommergerste bringt in der Region eher schwache Vollgerstenanteile. Erste Roggenpartien weisen hohe Fallzahlen auf.

Die ersten Weizenpartien haben in den frühen hessischen Gebieten teilweise mehr als 100 dt /ha gedroschen. Der Durchschnitt könnte bisher bei etwa 85 dt /ha liegen. Die Hektolitergewichte bewegen sich im Schnitt bei 76 bis 78 kg, allerdings mit Ausreißern. Fast überall wird allerdings über fehlendes Protein berichtet. Viele A-Weizenpartien erreichen die 13 Prozent nicht. Ansonsten sind Werte von 8 bis 15 Prozent zu hören. Marktkenner gehen davon aus, dass Weizen von späteren Standorten höhere Proteinwerte einbringen könnte.

Bei der Sommergerste lassen regional die Vollgerstenanteile zu wünschen übrig. Im nördlichen Rheingraben werden aktuell 85 bis 86 Prozent und in Südhessen 80 bis 90 Prozent genannt. Hoffnung auf höhere Werte gibt es in den späteren Gebieten. Die Eiweißwerte sind häufig mit 8 bis 9,5 Prozent sehr niedrig. Von den besseren Böden kommen aber auch hier 10 bis 11 Prozent. Die Erträge schwanken sehr zwischen 40 dt/ha in Südhessen und in der Spitze über 70 dt /ha im nördlichen Rheingraben. In den frühen Gebieten steht die Ernte vor dem Abschluss.

Wintergerste ist in diesen Gebieten weitestgehend gedroschen. Die Erträge liegen bei 60 bis 65 dt/ ha im nördlichen Rheingraben, in Südhessen zwischen 55 und 60 dt/ha sowie im Durchschnitt bei 75 dt /ha in der Wetterau. Die Hektolitergewichte zeigen Werte von 63 bis 70 kg. Die Eiweißwerte bei der Winterbraugerste liegen im erforderlichen Bereich von 9 bis 11 Prozent.

Erste Roggenpartien weisen sehr hohe Fallzahlen von bis zu über 400 Sek. auf. Der jetzt einsetzende Regen könnte die Werte jedoch bald drücken. (dg)
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