Im Norden erste Rapsergebnisse unter Vorjahr


An der Küste beginnen die Landwirte nur zögerlich mit der Rapsernte. In den vergangenen Tagen haben zum Teil heftige Niederschläge die Erntearbeiten immer wieder unterbrochen. In Mecklenburg Vorpommern sind mittlerweile etwa 15 Prozent der Fläche geerntet, in Schleswig-Holstein etwas mehr. Insgesamt dürften die Erträge um etwa 10 Prozent unter dem sehr guten Vorjahresniveau liegen. Es wird regional über sehr unterschiedlichen Verhältnisse berichtet. Auf den besseren Standorten fallen die Erträge gegenüber dem hohen Vorjahresniveau zurück. Vielerorts ist der Schotenansatz vergleichsweise gering und die Schoten kürzer. Auf den leichteren Standorten dagegen wird eher mehr geerntet als im Vorjahr. Die Hektarerträge liegen bislang zwischen gut 30 bis 45 dt/ha. Mit 37 bis 41 Prozent ist die Bandbreite bei den Ölgehalten recht groß und ebenfalls etwas niedriger als im Vorjahr.

Die Erzeugerstufe vermarktet in diesen Tagen nur wenig Rapssaat. Rund 50 Prozent der zu erwartenden Rapsernte ist im Norden durch Vorkontrakte gebunden. Jetzt sollen erst einmal die endgültigen Erträge abgewartet werden. Aktuell werden in Ostdeutschland Erzeugerpreise von etwa 345 bis 350 €/t netto, frei Erfassungsstufe für die Lieferung ex Ernte 2010 genannt. (Ps)
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