Im Norden wird mit viel Futterweizen gerechnet


Die Erntearbeiten werden in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern immer wieder durch Regenfälle unterbrochen. Niedrige Hektolitergewichte für Weizen bestätigen sich. Die Landwirte nutzen jede Regenpause verbunden mit Wind und Sonnenschein, die Erntearbeiten fortzusetzen. Gut 20 bis 25 Prozent der Weizenfläche und 90 Prozent der Rapsfläche sind eingebracht. "Wir werden in diesem Jahr einen hohen Anteil an Futterweizen bekommen", betont ein Erfassungshändler aus Ostmecklenburg. Dort haben die Weizenbestände unter den starken Niederschlägen gelitten. Bei den frühen Sorten und in den Regionen nördlich von Berlin und in der Uckermark stellen die Fallzahlen ein zunehmendes Problem dar. Auch für die kommenden Tage sind in Norddeutschland erhebliche Niederschläge zu erwarten. Häufig müssen die geernteten Partien getrocknet werden, da sie mit Feuchtigkeitsgehalten von meist über 18 Prozent eingebracht werden.

Die niedrigen Hektolitergewichte und durchschnittlichen Erträge haben sich in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns bestätigt. Auf den guten Böden in Küstennähe wurden teilweise Erträge wie im Vorjahr erreicht, wobei die Proteinwerte dann aber leicht zurückfallen. Insgesamt wird in diesem Jahr aber von in der Regel knapp befriedigenden Hektolitergewichten und guten Proteinwerten berichtet. Für B-Weizen werden in der Landwirtschaft nach der gestrigen "bullishen" Schätzung des USDA wieder Erzeugerpreise von knapp 200 €/t frei Erfassungsstufe gewährt. Die schwächere Tendenz am Markt für Futtergetreide bleibt dabei unverkennbar. (Ps)
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