Im Süden Rapserträge unter Vorjahresniveau


In den Frühdruschregionen Nordbayerns und Württembergs ist die Rapsernte bereits relativ weit fortgeschritten. In Unterfranken und Teilen Mittelfrankens sind mittlerweile etwa 50 Prozent geerntet. Ähnlich ist die Situation im mittleren Neckarraum um Heilbronn und Freiberg. Südlich der Donau ist dagegen die Ernte erst ganz vereinzelt angelaufen. Insgesamt dürfte die Erträge um etwa 10 Prozent unter dem sehr guten Vorjahresniveau liegen. Es wird aber von regional sehr unterschiedlichen Verhältnissen berichtet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anbaufläche in Bayern um knapp 9 Prozent und in Baden-Württemberg um 5,7 Prozent eingeschränkt wurde. Allgemein scheint die Bewurzelung der Pflanzen etwas schwächer zu sein. Die jüngste Trockenheit hat gelegentlich zu Stresssituationen im Raps geführt. Vielerorts ist der Schotenansatz vergleichsweise gering und die Schoten kürzer. Die Hektarerträge liegen bislang zwischen gut 30 bis vereinzelt sogar 43 dt/ha Im vergangenen Jahr wurden im Schnitt 42 dt/ha eingebracht. Mit 37 bis 41 Prozent ist die Bandbreite bei den Ölgehalten recht groß und ebenfalls etwas niedriger als im Vorjahr. Insgesamt wurde der Raps bislang mit durchschnittlich 6 bis 8 Prozent Wassergehalt relativ trocken eingebracht.

Die Vermarktung läuft noch uneinheitlich. Rund 40 Prozent der zu erwartenden Rapsernte ist im Süden durch Vorkontrakte gebunden. Bei der Anlieferung der freien Mengen ist eine gewisse spekulative Zurückhaltung bei den Landwirten zu erkennen. Aktuell werden Erzeugerpreise von etwa 325 bis 330 €/t netto, frei Erfasser genannt. Die Notierungen franko Straubing liegen um 355 €/t. (HH) 
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