In den süddeutschen Spätdruschregionen kommt die Getreideernte witterungsbedingt kaum voran. Die Naturalerträge beim Weizen sind mit über 8 bis 12 t/ha zufriedenstellend. Die Hektolitergewichte sind überwiegend gut. Bei den bisher angelieferten Partien gab es auch noch keine wirklich gravierenden Qualitätsprobleme. Allerdings nimmt mit der Ernteverzögerung die Gefahr von Auswuchs zu.
 
Häufige Niederschläge im Juli wirkten sich negativ auf die Fallzahlen aus. Durch den Regen nimmt die Aktivität der stärkeabbauenden Enzyme zu, wodurch die Backeigenschaften des Mehls, zunehmend schlechter werden. Dies ist vor allem in Süddeutschland der Fall.

In Mitteldeutschland hingegen sind Fallzahlen und Proteinwerte meist in Ordnung. Allerdings hat es hier Ausfälle durch Hagel und Starkregen gegeben. Einige Rapsfelder sind weiß gefärbt und werden auch gar nicht abgeerntet. Hier sind die Gutachter der Hagelversicherer vor Ort. (az)
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