Ernte 2014

In Bayern ist alles möglich

"Die Wasserversorgung und die Bodenart spielen in diesem Jahr eine entscheidende Rolle für die Erntemengen", sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl, heute auf der Erntepressefahrt in Andechs, Landkreis Starnberg. Landwirtschaftsminister Hellmut Brunner ist dagegen sicher: "Die bayerischen Bauern können auch heuer wieder mit einer überdurchschnittlichen Ernte rechnen. Sie dürfte bei Getreide auch diesmal wieder über dem längjährigen Durchschnitt von 6,7 Mio. t liegen.

Ob die Erntemenge letztlich geringfügig ober- oder unterhalb des Vorjahresergebnisses von 6,9 Mio. t liegt, läßt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen, betonen Pflanzenbauer. Ebenso gibt es noch keine wirklich verlässlichen Aussagen über die Qualität. Bei den Anbauflächen gab es erneut Verschiebungen. So ist die Getreidefläche nach dem Anstieg im vergangenen Jahr wieder um 1,4 Prozent auf 1,04 Mio. ha zurückgegangen.

Allein der Dinkelanbau, der vor allem für die Biobauern von Bedeutung ist, hat um 23 Prozent auf fast 20.000 ha zugelegt. Winterweizen wurde in Bayern auf 510.000 ha und Wintergerste auf 239.000 ha angebaut: das sind 11.000 ha beziehungsweise 7.000 ha weniger als 2013. Stark rückläufig war auch die Anbaufläche von Winterroggen. Wurden im Vorjahr noch 53.800 ha mit Roggen bestellt so waren es diesmal "nur" 40.300 ha.
Nach Ansicht des BBV seien hierfür die stark rückläufigen Brotroggenpreise ursächlich.

Im Schnitt erwartet der Verband beim Winterweizen einen durchschnittlichen Ertrag von rund 7,1 t/ha, bei Roggen werden knapp 6 t/ha erwartet. Die ersten Druschergebnisse bei der Wintergerste haben recht unterschiedliche Ergebnisse gezeigt. Auf den sehr leichten Standorten wurden unterdurchschnittliche Ergebnisse von cirka 5,5 t/ha gezeigt. Auf den guten Lagen werden dagegen Erträge von über 9 t/ha gemeldet.

Der rückläufige Rapsanbau hat sich auch diesemal bestätigt. Im Vorjahr wurden noch 129.600 ha Winterraps angebaut jetzt sind es 117.700 ha. Es werden durchschnittliche Hektarerträge in Höhe von knapp 3,5 t erwartet. (HH)  
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