Ernte 2015

In England läuft es wie geschmiert


Die britische Beratungsorganisation Adas berichtet, dass nach dem verzögerten Start der Drusch in dieser Woche zügig vorangekommen ist. Im Süden und entlang der Ostküste kann Getreide und Raps direkt eingelagert werden. Richtung Nordengland und Schottland erfordern Feuchtegehalte bis zu 20 Prozent eine Trocknung. Bis Mittwoch waren nach Schätzungen von Adas landesweit etwa 90 Prozent der Wintergerste und 80 Prozent des Winterrapses eingebracht. Bei Weizen waren 10 Prozent der Flächen gedroschen.

Winterweizen drischt im Durchschnitt acht Tonnen

Viel Weizen in Sicht
Viel wird spekuliert, ob die britische Weizenernte 2015 größer als 16 Mio. t wird. 2014 ist mit 16,5 Mio. t Weizen eine Rekordernte eingebracht worden. In den beiden Jahren davor war Großbritannien aber mit niedrigen Ergebnissen von 12 und 13 Mio. t zum Nettoimportland geworden. Zur Einschätzung 2015 fehlen noch zuverlässige Anbauzahlen, die für ganz Großbritannien nicht vorliegen. Für England hat das Londoner Agrarministerium in dieser Woche bekannt gegeben, dass die Weizenfläche 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent verringert worden ist. Raps soll 3 Prozent verloren haben. (db)
Die ersten Ergebnisse des Weizendruschs deuten darauf hin, dass 2015 der langjährige Ertragsdurchschnitt von 7,7 t/ha um 2 bis 5 Prozent überschritten wird. Adas kann sich ein nationales Ergebnis von 7,9 bis 8,1 t/ha vorstellen. Bislang kommen außerdem hohe Hektolitergewichte und Fallzahlen herein. Für eine Abschätzung der Proteingehalte ist es noch zu früh, weil zu wenig Sorten gedroschen worden sind.

Gerste und Raps bringen hohe Erträge

Den britischen Wintergerstenertrag 2015 schätzt Adas höher als bisher. Mit 7,3 bis 7,5 t/ha wird wahrscheinlich das überdurchschnittliche Vorjahresergebnis übertroffen. Das Zehnjahresmittel liegt bei 6,5 t/ha. Die ersten Sommergerstenpartien sehen auch sehr vielversprechend aus. Bei Winterraps geht Adas ebenfalls von überdurchschnittlichen Erträgen aus. Der nationale Mittelwert könnte 3,6 bis 3,8 t/ha erreichen – im Vergleich zu einem zehnjährigen Durchschnittswert von 3,4 t/ha. Die Ölgehalte sollen 43 bis 47 Prozent erreichen. (db)
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