In der Ukraine fehlt Regen

Die Ernteschätzungen in der Ukraine zeigen abwärts. Trockenheit hinterlässt ihre Spuren.

Besonders deutlich gegenüber dem Vorjahr fallen die Erwartungen zur Weizenernte ab, gefolgt von Gerste. Lediglich Mais könnte in diesem Jahr auf deutlich vergrößerter Anbaufläche so viel wie 2011 bringen, lauteten bisher die Prognosen.

Doch an ihnen wachsen jetzt die Zweifel. Anhaltende Trockenheit bremst das Wachstum von Mais. Für die gesamte ukrainische Getreideernte 2012 hat das offizielle Hydrometeorologische Institut in Kiew heute seine Prognose auf 43,0 Mio. t abgesenkt.

Die  bisherigen Schätzungen der internationalen Beobachter waren optimistischer. Von Anfang Juli stammt die Erntezahl des Internationalen Getreiderates IGC, der für die Ukraine 2012 eine Gesamternte von 47,3 Mio. t ausweist. Der IGC wird in dieser Woche neue Zahlen veröffentlichen.

Bereits nach unten hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA Mitte Juli korrigiert und nennt für die Ukraine 46,3 Mio. t. Im Vorjahr hatte das Schwarzmeerland 56,0 Mio. t Getreide eingebracht.

Pessimistisch hatten sich in der Ukraine ansässige Agrarbeobachter bereits Mitte Juli gegenüber agrarzeitung.de geäußert. „Wahrscheinlich kommt es noch ein bisschen schlimmer," kommentierte ein Kenner der ukrainischen Verhältnisse die Prognosen für die möglichen Druschergebnisse. (db)
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