Italien schaut auf Qualitätsweizen aus Österreich


In Österreich kommt es zu Anfragen aus Italien nach Qualitätsgetreide. Die neue Ernte notiert leicht höher. Die offiziellen Notierungen für Qualitätsweizen in Höhe von 210,50 €/t entsprechen laut Marktteilnehmern sowohl den Preisen der alten Ernte als auch Abschlüssen aus der neuen Ernte. Diese werden vor allem aus dem Ausland, insbesondere Italien, getätigt. Insgesamt schätzt der Agrarinformationsdienst AIZ die Nachfrage als wenig schwungvoll ein. Diesen Eindruck bestätigen Marktteilnehmer aus Sachsen und Bayern, die derzeit weniger Anfragen aus Italien erhalten. Die Mühlen wollen die ersten Probepartien abwarten, bis sie konkret Mengen und Qualitäten ordern. Mit Sorgenfalten blickt der österreichische Handel auf die Auswirkungen der Eurokrise in den südlichen EU-Mitgliedstaaten. Bisher habe es noch keine Probleme mit der Zahlungsfähigkeit oder den Kreditlinien der Kunden aus diesen Ländern gegeben.

Die alte Ernte in Österreich ist durchgehandelt. Laut einer Information der Landwirtschaftskammern zahlen die Raiffeisen-Lagerhäuser je nach Qualität sowie regional unterschiedlich für Weizen der Ernte 2012 zwischen 30,00 und 60,00 €/t nach. Beim Premiumweizen sollen die Nachzahlungen um rund 60,00 €/t, beim Qualitätsweizen um 40,00 €/t und beim Mahlweizen um 30,00 €/t schwanken. Damit ergeben sich Netto-Endauszahlungspreise für Premiumweizen von 200,00 bis 210,00 €/t, beim Qualitätsweizen von 175,00 bis 185,00 und für Brotweizen von 150,00 bis 160,00 €/t.  (da)
stats