Ernte 2016

Kanadas Rapsernte im Mittelfeld


Die kanadischen Erträge sind wieder ungewöhnlich hoch.
-- , Foto: Canola Council
Die kanadischen Erträge sind wieder ungewöhnlich hoch.

Basierend auf einer Umfrage, die zum Monatswechsel Juli/August durchgeführt worden ist, hat Statistics Canada seine erste Ernteschätzung für 2016 vorgelegt. Das Amt schätzt die Weizenernte 2016 auf 30,5 Mio. t. Sie wäre 11 Prozent größer als im Vorjahr. Es ist nach den Aufzeichnungen der Statistikbehörde das zweite Mal innerhalb von 25 Jahren, dass die Marke von 30 Mio. t überschritten würde. Die letzte riesige Weizenernte gab es 2013. Sie hatte damals mit 37,5 Mio. t fast die Vermarktungskapazitäten des kanadischen Handels gesprengt.

Um 6 Prozent steigt voraussichtlich die Gerstenernte auf 8,2 Mio. t. Einen Rückgang um 9 Prozent auf 13,6 Mio. t verzeichnet dagegen die Maisernte. Ebenfalls deutlich um 12 Prozent sinkt nach der Schätzung von Statistics Canada die Haferernte, die 2016 etwa 3,0 Mio. t erreichen könnte.

Rapserträge fast so hoch wie vor einem Jahr

Die Canola-Rapsernte dürfte 2016 nur um etwa 1 Prozent auf 17,0 Mio. t zurückfallen. Das ist insofern beachtlich, weil im Vorjahr Rekorderträge gedroschen worden waren. Das Agrarministerium in Ottawa hat bislang erwartet, dass die Erntemenge auf ähnlich großer Anbaufläche wie 2015 eher unter die Marke 16 Mio. t fällt. Marktbeobachter hatten jedoch auch schon eine optimistische Zahl für 2016 von 18 Mio. t Canola-Raps in den Raum gestellt.

Einen Rückgang um fast 7 Prozent könnte die kanadische Sojabohnenernte erleben. Hier schätzt Statistics Canada eine Menge von 5,8 Mio. t. Deutlich größer als im Vorjahr fällt 2016 wiederum die Ernte von Körnererbsen aus – mit einem Sprung um 44 Prozent auf 4,6 Mio. t. Eine Rekordernte steht bei Linsen an. Die Ernte soll im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 3,2 Mio. t steigen.

Statistics Canada berichtet für den bisherigen Vegetationsverlauf, dass einige Regionen von extremer Trockenheit und andere von außergewöhnlich hohen Niederschlägen betroffen waren. Überwiegend hat die Witterung jedoch das Wachstum der Ackerkulturen begünstigt. (db)
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