Kanadische Landwirte setzen auf Getreide


Weizen, Mais und Gerste könnten zur Ernte 2013 in Kanada den Raps verdrängen. Die Witterung muss dafür aber mitspielen.

Eine kräftige Ausdehnung der Getreidefläche prognostiziert das kanadische Agrarministerium. In der ersten Schätzung zur Vermarktungssaison 2013/14 stellen die Marktbeobachter im Ministerium für Brotweizen ein Plus von 7 Prozent auf 8,3 Mio. ha in Aussicht.

Den großen Flächenzuwachs im Vergleich zum Vorjahr muss allerdings Sommerweizen bringen, denn der Winterweizenanbau hat nach den ersten Schätzungen nur um 1 Prozent zugelegt. Als Grund nennt das Ministerium, dass es im Herbst in der Provinz Saskatchewan auf vielen Äckern für die Weizenbestellung zu trocken gewesen ist.

Neben Sommerweizen werden die kanadischen Landwirte im Frühjahr auch deutlich mehr Durum, Gerste, Mais und Sojabohnen säen, schätzt das Ministerium. Im Gegenzug erwartet es einen Rückgang um 1 Prozent im Jahresvergleich für den kanadischen Anbau von Canola-Raps. Er verliert wegen der hohen Produktionskosten an Attraktivität, weil Krankheiten und Schädlinge den Rapsbeständen zunehmend zusetzen.

Dennoch wäre die Anbaufläche zur Ernte 2013 mit jetzt geschätzten 8,6 Mio. ha die zweitgrößte in der kanadischen Geschichte. Die Landwirte haben den Anbau in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Eine deutlichere Einschränkung des Rapsanbaus erwartet dagegen der Branchendienst Oil World. Die Hamburger Analysten rechnen in Kanada zur Ernte 2013 mit einem Flächenrückgang um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (db)
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