Ernte 2016

Keine DON-Probleme im Westen


Die einsetzende Weizenernte ist durch Niederschläge wieder unterbrochen wurden. Die Ernteverlauf gestaltet sich schleppend. Im Rheinland sind allenfalls 20 Prozent der Weizenflächen geerntet, im westfälischen Raum hat die Ernte erst eingesetzt. Die ersten Ergebnisse weisen bis auf einzelne Fälle erfreulicherweise keine Probleme mit Fusarien und DON-Belastungen auf. Ähnlich wie bei der  Gerstenernte streuen die Qualitäten weiter als üblich. Die Naturalgewichte bewegen sich im Rheinland zwischen 70 und 80 kg/hl, erreichen im Schnitt aber 74/75 kg/hl. Die Proteinwerte fallen etwas ab und lassen sich häufig nur nach Aufbereitung auf knapp 12 Prozent bringen. Ein Teil der Partien muss per se als Futterweizen vermarktet werden.
 
Die Erträge liegen im Rheinland im Schnitt knapp unter 80 dt/ha und deuten eine unterdurchschnittliche Weizenernte an. Die leichten Böden bringen bessere Erträge als schweren Böden, die zu lange zu nass waren. Als Erzeugerpreise nennt die Erfassungsstufe in NRW für Backweizen 140 €/t frei Gosse,  in den marktferneren Gebieten Ostwestfalens liegen die Erzeugerpreise 10 €/t niedriger.
 
In Westfalen ist der Weizen häufig noch nicht richtig reif. Die Ernte bringt ebenfalls knapp durchschnittliche Erträge, die sich zwischen 80 und 90 dt/ha bewegen. Die Hektolitergewichte lassen in diesem Landesteil überwiegend marktfähige Ware erwarten. Die Eiweißwerte fallen nach ersten Einschätzung etwas niedriger als üblich aus. Die erste Triticale im westfälischen Raum drischt gut und bringt in der Menge und Qualitäten ähnliche Werte wie der Weizen. Nur vereinzelt lässt sich etwas Auswuchs bei Triticale beobachten.
 
Die Rapsernte ist im Rheinland und im westlichen Westfalen zu 75 bis 80 Prozent abgeschlossen. Die schwächeren Erträge haben sich durchweg bestätigt. Sie liegen 10 bis 15 Prozent unter Ergebnissen des Vorjahres und im Schnitt knapp unter 40 dt/ha. Auch die schwächeren Ölgehalte bestätigen sich im weiteren Ernteverlauf. Sie bewegen sich im Schnitt um die 42 Prozent. Die Landwirte erhalten im Rheinland Auszahlungspreise für den Raps von 335 €/t frei Erfassungslager. (St) 
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