Kiew bleibt bei hohem Exportziel


Die Ukraine will weiterhin umfangreich Getreide exportieren. Ein wichtiger Absatzmarkt für Mais könnte China werden.

Die Getreideexporte von Anfang Juli bis Ende 2012 beziffert das Agrarministerium in Kiew auf 14,5 Mio. t. Darunter befinden sich nach offiziellen Angaben 6,3 Mio. t Mais, 5,9 Mio. t Weizen und 1,8 Mio. t Gerste. Insgesamt könnten 2012/13 bis zu 23 Mio. t ukrainisches Getreide am Weltmarkt verkauft werden, gibt Kiew jetzt als Ziel aus. Die Zahl ist höher als die Erwartungen von Internationalem Getreiderat IGC und amerikanischem Landwirtschaftsministerium USDA, die der Ukraine in dieser Saison Exportmöglichkeiten zwischen 19,7 und 20,7 Mio. t einräumen.

Fahrt aufnehmen könnten jetzt die ukrainischen Exporte von Mais, von dem das Land 2012 reichlich geerntet hat. Hoffnungen auf neuen Absatz machen sich ukrainische Händler in China. Im November hatten Vertreter des Kiewer Agrarministeriums alle phytosanitären Fragen mit der Regierung in Peking geklärt, so dass die Ukraine als Lieferland für Mais zugelassen ist. Im Dezember hatte das Ministerium mitgeteilt, dass eine Quote für bis zu 2,0 Mio. t ukrainischen Mais nach China im Gespräch sei.

Eines der ukrainischen Handelsunternehmen für das China-Geschäft könnte Ukrland Farming sein. Das führende Agribusiness-Unternehmen soll bereits mit dem staatlichen chinesischen Einkäufer Cofco handelseinig geworden sein, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua im Dezember. Ergänzend nennt die Nachrichtenagentur Ukrinform in Kiew die drei ukrainischen Aktiengesellschaften Rise Company, Rise-Maksimko und State Food and Grain Corporation of Ukraine, die Ende Dezember für Maisexporte nach China registriert worden seien. (db)
stats