Ernte 2017

Kleinere Gerstenernte in Niedersachsen

Die Landwirte in Niedersachsen bringen in diesem Jahr eine sehr heterogene und leicht unterdurchschnittliche Gerstenernte ein. Spitzenerträge von mehr als 10 t/ha sind die Ausnahme. Auf guten Böden werden meist 8 bis 9 t/ha gedroschen, auf leichten Böden 6 bis 7 t/ha. Insgesamt dürften die Erträge um 10 bis 15 Prozent unter den sehr guten Vorjahren liegen. Auch die Hektolitergewichte schwanken stark. Partien mit deutlich über 60 kg werden ebenso angeliefert wie solche unter 50 kg.

Die Futtermühlen in Südoldenburg zahlen für die neue Gerste ex Ernte 155 €/t. Die Erzeugerpreise in den benachbarten Regionen leiten sich über die Frachtkosten davon ab. Das Exportgeschäft spielt bisher keine Rolle. Landhändler empfehlen die Gerste ex Ernte zu verkaufen und lieber Weizen einzulagern.

Wann die Weizenernte startet, ist noch offen. Auffällig ist, dass die Bestände sehr unterschiedlich abreifen. Auf leichten Böden, die nur wenig Regen abbekommen haben, scheint der Weizen schon fast erntereif zu sein. Auf besseren Böden, die gut mit Wasser versorgt sind, ist der Weizen noch grün. Einige wenige heiße Tage könnten dazu führen, dass früher Weizen, Triticale und Roggen gleichzeitig gedroschen werden müssen. (SB)
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