Landwirte im Norden mit Raps zufrieden

In Norddeutschland sind bereits leicht überdurchschnittliche Gerstenerträge eingefahren worden. Bei Raps passen die Werte bisher.

An Rapssaat haben Marktteilnehmer aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bis heute eine durchschnittliche Ernte mit guten Ölgehalten eingefahren. Der Drusch ist zu 60 Prozent beendet. Die ersten Weizenpartien lassen indes auf eine leicht überdurchschnittliche Ernte schließen.

Die Rapsfelder werden derzeit mit hoher Schlagkraft gedroschen. In den meisten Regionen wird die Ernte zum Wochenende abgeschlossen sein. Die ersten Ernteergebnisse in Schleswig-Holstein ergeben auf den guten Standorten Erträge zwischen 45 dt/ha und teilweise 55 dt/ha. Auf den leichteren Standorten werden 35 dt/ha bis 40 dt/ha eingefahren. Zur Abrechnung stehen Ölgehalte von 42 bis 44 Prozent an.

Gut 60 Prozent der geernteten Rapsmengen sind bereits über Vorkontrakte gebunden. Tagesaktuell werden für Rapssaat in der Erzeugerstufe in Norddeutschland Preise von etwa 475 €/t ab Feld oder frei Erfassungsstufe bezahlt. Bundesweit ist die Rapsernte zum großen Teil abgeschlossen.

„Wir werden wohl doch 5 bis 5,2 Millionen Tonnen einfahren, und das bei guten Ölgehalten von 42 bis 43 Prozent", sagte ein internationaler Händler im Gespräch mit agrarzeitung.de. Eine ähnliche Tendenz zeichnet sich seiner Meinung nach für die europäische Rapsernte ab. „Dank Frankreich, Polen und auch der bisherigen Ergebnisse in Deutschland wird die Rapsernte in der EU-27 meiner Meinung nach doch zwischen 18,5  und 19 Millionen Tonnen liegen", erläuterte er.

Der physische Markt bewegt sich in ruhigen Bahnen. Ex Ernte wird derzeit wenig gehandelt. Es werden meist bereits früher geschlossenen Kontrakte abgewickelt. (Ps)
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