Der seit gestern in Brandenburg wieder einsetzende Sonnenschein lässt die Gerste reifen und abtrocknen. Die bisher gedroschene Wintergerste streut weit in Qualität und Ertrag. Vor allem im Süden von Brandenburg, in der Lausitz, sind vor dem großen Regen bereits Wintergerstenschläge gedroschen worden. Hier und da kamen Landwirte auf leichten Schlägen auch im Havelland schon zum Zuge, auf den besseren Standorten im Norden wie in der Uckermark ruht die Ernte noch. Die Gerstenerträge streuen breit, von weniger als 45 bis 60 dt/ha ist im Frühdrusch alles dabei. Die Hektolitergewichte bewegen sich um die 60 kg. Insgesamt erwartet der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) im Land rund 20 Prozent weniger Wintergerste als im Vorjahr.

Auch für die kommende Rapsernte gehen die Brandenburger von einem Minus von 20 Prozent aus. Bei Roggen und Winterweizen erwartet der LBV 10 Prozent weniger Erntemenge als 2010. Noch sind die Landwirte allerdings skeptisch, ob es bis morgen soweit abgetrocknet ist, dass es wieder weitergehen kann mit der Ernte. Für Freitag sind die nächsten Regenfälle angesagt. (sta)
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