Logistik läuft trotz Eis und Schnee


Trotz des anhaltenden Winterwetters läuft der Getreidetransport ohne Probleme. Mühlen zeigen etwas Kaufinteresse.
 
Die winterlichen Temperaturen mit Eis und Schnee haben die Logistik an den Getreidemärkten bisher wenig tangiert. Landauf landab wird zwar von Verzögerungen bei der Belieferung mit Lkw-Partien berichtet, dies führt bisher aber zu keinen Versorgungseinschränkungen bei den Mühlen und Mischfutterindustrie.
 
Auch Schiffsware kommt bisher wie geplant an. Mosel, Rhein, Mittelandkanal und die kleineren Kanäle im Nordwesten sind allesamt schiffbar. Auch bei schwimmenden Partien zeichnen sich keine wesentlichen Verspätungen ab. „Am Mittelandkanal gibt es erst Probleme, wenn wir eine längere Periode mit Temperaturen unter 10 Grad Minus bekommen“, schätzt ein ostdeutscher Getreideerfasser die Lage ein.
 
Die Märkte starten sehr ruhig in die Woche. Von Chicago lassen sich heute keine Anregungen erwarten, denn die Börse ist wegen des Martin Luther King Day geschlossen. An der Matif notierte Weizen gegen Mittag bei ruhigem Geschäft 2,50 €/t fester als am Freitag und damit knapp unter 251 €/t. Die Kassamärkte reagierten zwar mit etwas höheren Briefkursen auf die etwas festere Börse, doch unter dem Strich bewegen sich die Weizenpreise wenig.
 
Nach Hamburg lassen sich fast jeden Tag kleinere Weizenmengen unterbringen. Die Kurse liegen 13 bis 15 €/t über den Matif-Notierungen für Februar. Im Südoldenburger Raum stagnierten die Futterweizenpreise bei 270 €/t. An der Rheinschiene quotieren rheinischen Mühlen die Weizenpreise bei 272 bis 273 €/t. Am Oberrhein werden Weizenkurse genannt, die etwa 4 bis 5 €/t darunter liegen. Die Mühlen bekunden etwas Kaufinteresse, denn für Februar und März stehen kleinere Mehlgeschäfte an. Die Mischfutterindustrie hat sich im Westen bisher noch nicht richtig als Käufer gezeigt.
 
Die Rapspreise stabilisieren sich weiter. An der Matif kam nach Mittag etwas Bewegung in die Kurse und die Notierungen in Paris zogen bis 2,50 €/t für die alte Ernte an. Die physischen Märkte blieben ruhig. (St)
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