Ernte 2015

Mais in Süddeutschland bereits siloreif


Die diesjährigen Witterungsbedingungen lassen bereits jetzt deutlich erkennen, dass mit deutlichen Ertragseinbußen gerechnet werden muss, heißt es in der DMK-Erntezeitprognose für Silomais (MaisProg). Kalte Nächte vor allem im Nordwesten sowie Nässe in Süddeutschland führten zu geringen Pflanzenhöhen und unterdurchschnittlicher Jugendentwicklung. Hinzu kommen eine späte Blüte der Maisbestände im Norden sowie die ersten deutlichen Trockenschäden im Süden, heißt es.
Der Mais-Scanner
Das MaisProg-Modell wurde vom Deutsches Maiskomitee e.V. (DMK) gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU), dem Julius Kühn-Institut Braunschweig (JKI), den landwirtschaftlichen Länderdienststellen und dem Deutschen Wetterdienst (DWD) entwickelt. Es steht im Internet kostenlos zur Verfügung. (kbo)

Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigen das Bild. Auswertungen zur Bodenfeuchte zeigen Tiefstwerte in Nordbaden, Südhessen, Nordbayern, im westlichen Brandenburg sowie in den klassischen Trockengebieten Mitteldeutschlands im Vergleich zu den letzten 50 Jahren. Bis auf das nördliche Schleswig-Holstein liege die aktuelle nutzbare Feldkapazität bei nur noch 10 bis 20 %. 


Das DMK empfiehlt Landwirten, umgehend die Abreife Ihrer Bestände zu kontrollieren. So ließen sich zusätzliche Einbußen durch eine verminderte Futterqualität aufgrund zu hoher TS-Gehalte in den Maissilagen vermeiden. Trockenheitsgeschädigte Maisbestände mit vermindertem oder fehlendem Kolbenansatz seien besonders zügig zu ernten, so der Rat der Maisexperten. (kbo)
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